GTK1100 ist die einzige Option für schwierigen Abbruch in Deutschland
11/03/2009 01:56 Ludwigshafen, Deutschland
Eine deutsche Firma zog mehrere Alternativen für ein anspruchsvolles Abbruchprojekt in Erwägung, bevor der Grove GTK1100 von Manitowoc als einzige realisierbare Option ausgewählt wurde. Die Verleihfirma Scholl, ein Hubbranchenspezialist, beurteilte Mobil- und Raupenkranoptionen für den Abbruch einer 45 Tonnen schweren Spitze von einem 100 Meter hohen Schornstein in Ludwigshafen, bevor die Wahl auf den GTK1100 fiel.
Projektmanager Jürgen Jensen, der bei Scholl verantwortlich für den Einsatz in Ludwigshafen war, erklärte, dass die gegebenen Baustellenverhältnisse andere Alternativen ausschlossen.
„Als wir unseren ersten Vorschlag für den Abriss vorstellten, konnten wir dafür keine Genehmigung von der zuständigen Behörde bekommen“, berichtete er. „Nach weiteren Überlegungen erkannten wir das Potenzial des GTK1100 für diesen Einsatz. Neben dem GTK hielten wir Ausschau nach weiteren Möglichkeiten, schlossen diese jedoch aus, da die Platzverhältnisse deren Einsatz nicht zuließen. Schließlich trafen wir mit dem GTK1100 eine Wahl, die eine sowohl zeitliche und logistische als auch kostengünstigere Lösung gegenüber anderen Hubalternativen ergab.“
Scholls erster Ansatz sah die Verwendung eines großen AT-Krans mit komplettem Wippspitzensystem und einem am Haken befestigten Personenkorb vor. Eine Abriss-Crew hätte den Korb verlassen und auf dem Schornstein von Hand mit dem Abriss beginnen müssen. Dieser Hubplan wurde allerdings von der zuständigen Behörde in Neustadt an der Weinstraße nicht genehmigt.
Gleichzeitig sprach Scholl den GTK-Besitzer Wiesbauer wegen des Einsatzes des Krans für das Projekt an und erwog auch die Verwendung eines großen Raupen- oder AT-Krans mit Wippspitzensystem für den Auftrag. Diese schieden jedoch aufgrund beengter Platzverhältnisse am Einsatzort aus, da es schlichtweg unmöglich war, eine komplette Wippspitze zu rüsten und abzuspannen.
Mit einer Abstützbasis von 18 x 18 Metern und nur wenigen Tiefladern, die zum Transport des Krans an den Einsatzort nötig waren, stellte der GTK1100 die perfekte Hublösung für den Einsatz in Ludwigshafen dar. Außerdem war es von Vorteil, dass der GTK weit weniger Bodenvorbereitungen auf Grund seiner sehr geringen Stützkräfte im Vergleich zu den eingangs betrachteten Hubalternativen erfordert.
Jochen Wiesbauer, Geschäftsführer bei Wiesbauer, freut sich, dass die Hubbranche ein zunehmend besseres Verständnis für die tatsächliche Leistungsfähigkeit des GTK gewinnt.
„Je mehr wir mit unseren GTKs arbeiten, desto mehr erfassen wir ihr Potenzial.“, erklärte er. „Sobald wir die Gespräche mit Scholl aufnahmen und verstanden, dass es um einen 45-t-Hub in 100 m Höhe unter beengten Platzverhältnissen ging, wussten wir sofort, dass der GTK die Lösung darstellte. Der GTK1100 war nicht nur die einzige Lösung für das Projekt, er war auch schneller und kostengünstiger als die erwogenen Alternativen.“
Für den Hub hängten Scholl und Wiesbauer eine Modulift-Traverse an die Hakenflasche des GTK und brachten sie an vier Befestigungsstellen an der Schornsteinspitze an. Einschließlich Abspannung hob der GTK 47,2 t in 100 m Höhe problemlos an. Der Kran verfügt über 95 t maximale Tragfähigkeit und 143 m maximale Hakenhöhe.
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